Es war einmal Eat Pray Love: Ubud und das Märchen von der Liebe

Ich sitze in meinem Traumholzhaus in den Reisfeldern Ubuds und bin enttäuscht, müde, ausgelaugt, traurig und wütend. Über den Ball der kaputten Herzen, auf dem ich seit Wochen unterwegs bin. Freundinnen warnen mich. „Schreibe nicht darüber, mach dich nicht so nackig.“ ABER: Come on: Worüber ich schreibe, ist menschlich und geht jeden von uns etwas an. Wir alle wollen Liebe und Verbindung, oder? Nur kaum jemand sagt es mal geradeheraus, dass all die Verletzungen, die dabei passieren, verletzend sind. Liebe und Beziehungen in 2018 gleichen immer mehr einer brüchigen Internetverbindung, und deswegen schreibe ich jetzt, was ich sehe und erlebe und nehme Ubud als Extrembeispiel. Ich wollte mich in der Welt kennenlernen, nach der  indischen Dichterin Rupi Kaur. Sie schreibt: „Fall in love with your solitude.“ Das habe ich die letzten elf Monate aufrichtig getan, und auch immer wieder „Nein Danke“ gesagt, wenn ich merkte, dass es sich nicht lohnt, diese Solitude zu verlassen. Etwas, das ich gelernt habe. Aber ich spüre auch, nach all der Zeit an den wunderschönen Orten, dass ich nicht immer alleine sein möchte. Zum ersten Mal möchte ich wieder teilen. Holzhaus, Mopedfahrten durch die Vulkanlandschaften, in Wasserfälle springen, am Lagerfeuer hocken. Ich möchte das gerade nicht mehr teilen mit Frauen, die selbständig sind und alleine um die Welt reisen, und manchmal so tun als wäre alles tutti und mich dabei mit verweinten Augen ansehen. Ich wusste, dass es so etwas wie Eat Pray Love nur einmal gibt und auch Liz Gilbert ist mittlerweile wieder geschieden. Aber immerhin hat sie einige glückliche Jahre zusammen mit dem Mann gehabt, den sie in Ubud kennenlernte. Das war aber einmal. Freunde, das Eat Pray Love Märchen ist vorbei! In Ubud wie in der Spiriszene allgemein „lieben“ sich alle nach fünf Sekunden, man weiss den Namen des anderen zwar nicht, aber hey: „LOOOOVE you!“ Und alle sind sofort brothers, sisters und friends, ohne nachzufragen, wie es eigentlich so geht. In Ubud gibt es keine Beziehungen mehr und wenn dann halten sie 6,5 Minuten – so lange wie zwei Tänze.

Beim Ecstatic Dance im berühmten Yoga Barn in Ubud, der Menschen anzieht, die Aussen mit Innen verwechseln, lag am Ende des Tanzes die schöne Latina auf dem ehemaligen berühmten Baseballspieler, der jetzt Lebenscoach für Beziehungen ist. Während sie sich an ihm festklammerte, glotze er lüstig und verängstigt zu mir rüber. Ende der Connection.

Ja, so eine Tanzfläche ist aber auch zu verlockend. Ein Mann kommt auf acht Frauen hier… so viele neue Optionen, um den Schiss vor Commitment schnell nicht  mehr zu spüren. Das ist die Mischung, mit der die Herrschaften hier in Ubud unterwegs sind. Man tarnt es unter: Detachment / Nicht- Anhaften. Das lernt man im Buddhismus und beim Yoga. Es bedeutet, dass wir alle uns an nichts mehr festhalten, denken die Ubudianer. Richtig ist aber, dass es darum geht, eine beständige Beziehung führen zu können ohne  Tauziehen. Nur für Erwachsene. Um erwachsen zu werden, gehört es dazu auch im Disneyland der tausend Optionen mal anzuhalten und dazubleiben. Den anderen wirklich wahrzunehmen und nicht auf fiese Fluchtimpulse zu reagieren.

und du und du und du..

In Ubud gibt es ein Paar, beide sind professionelle Tänzer. Sie haben einen kleinen Sohn. Sie drehen Youtubevideos darüber, wie es gelingen soll, offene und polydingsBeziehungen zu führen. Nackt sitzen sie vor der Kamera. Weil er seine radikalen Freiräume braucht, muss sie drei Häuser weiter tagelang in einem angemieteten kleinen Zimmer bleiben. Woher ich das weiss, weil sie meine Nachbarin war. Als ich einen Spaziergang durch die Reisfelder mache, traf ich nicht nur sie, sondern kurze Zeit später einen Balinesen, der mich fragt, ob ich zu ihm will also zu dem Tänzer mit ausgelagerter Partnerin und Kind…. Er, der Tänzer, nimmt sich den Liebes-Freiraum so sehr, dass er regelmässig Frauenbesuche hat, mutmasse ich jetzt mal. Das nennt man freie Liebe.

„Ich bin kein Auffanggefäss für deinen Schmerz“ – Lady Gaga.

Auf der Tanzfläche tanzt er nie alleine, sondern immer mit hübschen jungen Frauen. Das, was er veranstaltet, hat aber nichts von Tanz mehr, sondern von Frauenkörper verschlingen. Sie steht am Rande, kuckt zu und die freie Liebe wird zum freien Leiden, zugeben würde sie das nicht, aber sie postet später auf Facebook, dass sie mal wieder traurig ist und die Depression wieder zugeschlagen hat, und sie sich aber Superwomanlike von dem Grund der Geschichte detached. Es folgt eine Hymne auf die Freiheit der Liebe, emotional und körperlich.

Warum sehe ich dann immer wieder nur pure Trauer? Wenn ich sehen würde, dass es gelingt, würde ich schweigen und einfach nur tanzen. Ich sehe es aber hier nirgendwo. Ich sehe stattdessen ein wunderschönes Mädel, das sich immer wieder wegdreht von der Tanzfläche. Sie ist Tantracoach, was hier alle interpretieren mit „Jeder mit jedem“. Sie schaut in die Palmen, ihre Mundwinkel gehen nach unten. Ich glaube sie massiert gerade in Gedanken ihre Emotionen, wahrscheinlich waren sie zu attached, das muss man schnell wieder locker bekommen. Denn angespannte, anhängliche Frauen, oder Frauen, die eine Person mögen und nicht mehrere gleichzeitig, die sind in Ubud nicht gewollt, ihre Energie sei runterziehend und einengend. Also stretchen Frauen hier ihr Herz und ihr Innenleben so wie ihre Gliedmassen auf der Yogamatte. Schön geschmeidig. Das Mantra dazu: „Öffne dein Herzcharkra, hafte nicht an, sei glücklich, niemals bedürftig, liebe dich und lächel.“

Kurze Zeit später zieht sie ihren Mund wieder hoch zu einem Zahnpastalächeln und springt zurück auf die Tanzfläche und findet mit dieser Energie einen Mann, der auf ausschliesslich Aussen steht und sie so ansieht, als hätte er sich spontan in sie verliebt. Seine Körpersprache trägt den Titel: „Komm lass uns Liebe spielen“. Er streicht über ihre Wangen, über ihr Haar und verweilt mir ihr in dieser Umarmung bis der Tanz vorbei ist. Und next one.

Ich weiss, wir sind alle eins: One universe, one love, universal love. Aber trotzdem. Ein anderes Mädel, das suchend umhereiert, trifft den anderen Tänzer, der auch nie alleine zu einem Song tanzt. Sie umarmt ihn, knetet seinen Rücken, was man hier auch immer macht, sie freut sich wie eine 16 Jährige aus einer Highschoolserie. Nach drei langen Minuten löst er sich aus dieser einengenden Verbindung, beruhigt seine Schnappatmung und tanzt mit einer anderen den Engtanz, wo schnell die Luft knapp wird. In den kommenden zwei Stunden Ecstatic Dance würdig er sie, die sich so freute ihn zu sehen, keines Blickes mehr. Am Ende lausche ich dem Gespräch zwischen ihr und der anderen Tantragöttin. Sie fragt die traurig aussehende Verlassene: „.. und klappt es mit dem detachment?“ Sie antwortet: „Ja alles wunderbar“. Sie geht alleine nach Hause in ihre Villa und weint (das habe ich ihr jetzt mal angedichtet). One universe, no love. Schätzchen du bist austauschbar.

Wer nach Ubud kommt, braucht einen Panzer, um nicht komplett aus seinem Herzchakra eine Geisterstadt zu machen. Es ist merkwürdig, denn sogar die scheinbar coolen Boys, die Liebe spielen beschweren sich darüber keine Verbindung zu bekommen. Woran das wohl liegt? Man muss eben bei sich selbst anfangen und radikal ehrlich zu sich sein. Letzte Woche erreichte der Ecstatic Dance einen traurigen Höhepunkt. Der Tänzer, also der, der Youtubevideos dreht und Coach ist für Liebeskram, ist alleine da, seine Partnerin schaut heute nicht vom Rande der Tanzfläche zu wie er andere Frauenkörper einhaucht. Die letzten 20 Minuten hat er zum ersten Mal keine Tanzpartnerin. PS. Ecstatic Dance ist ein Tanz, den man in erster Linie alleine tanzt! Er rennt herum, fängt an zu schreien und zu zittern und stürzt sich wie ein Leopard, der seine Beute erlegt, auf meine Freundin. Sie fallen zu Boden, er wimmert und umklammert sie wie ein kleiner Junge, dessen Mutter verschwunden ist. Ja, Psychologen könnten mal hierherkommen für Feldstudien und am besten alle einpacken. Es ist alles so glasklar, und weil Ubud die Stadt ist, die für Heilung steht, macht es mich um so mehr wütend. Denn auf diesem Ball der Erwachsenen-Kinder mit kaputten Herzen und Süchten wird nichts besser auch nicht durch den Detachmentchallengewahn. Woran liegt das?  Ich besuche Amed, um mich zu erholen, eine tolle Stadt, die ab vom Schuss des ganzen TanztantraTrara liegt. Ich treffe einen Tauchlehrer, der es nach jahrelanger Arbeit an sich richtig raushat. Er spricht über Meditation. Dass wir erst lernen müssen mit uns selbst zu sitzen bevor wir uns in kollektive Kuschelparties stürzen.

So hart das auch ist. Ohne die radikale Reise zu uns selbst anzutreten, wird diese rastlose Suche im Aussen immer so weitergehen. „Ohne Heimat keine Reise“ wie ich immer sage. In Ubud hält kaum jemand mal an, und so geht der Irrsinn immer weiter. Die Tanzfläche ist voll von Bedürftigkeiten, Kindheitstraumata und keiner gibt es zu. Da ist es viel einfacher sich eine Portion Energyhealing zu geben und sich Liebesinstashots als Tarzan, der von einer hübschen Lady zu nächsten springt, abzuholen. Oder die Janes, die das mitspielen, um nicht „alleine“ zu sein. Dass damit die Bindungsängste, die weit in die Kindheit hineinreichen, so niemals gelöst werden, ist logisch. Die Tanzlehrerin, die es selbst nicht leicht hat in ihrer Offenendingsbeziehung, bietet Tanztempel nur für Frauen an und das macht sie super. Im Ernst. Allerdings fällt auch auf, wie sehr die Frauen das hier brauchen, um nicht durchzudrehen.

Ich verstehe jetzt auch, warum ich mich nach vielen Tänzen wie im Schleudergang gefühlt habe. Ich mag Contact Improvisation sehr, da ist man immer mit einem Körperteil mit wem anders verbunden. Ich merke aber auch, dass es mich verwirrt. Hier in Ubud bekommt diese Tanzart immer wieder sofort etwas von einem bewegten Date. Ein Mann, mit dem ich super tanzen konnte, wollte auch danach mit mir Händchenhaltend dasitzen. Ja, ich weiss, das tun alle so hier. Er lud mich zu einer Magical Partner Meditation ein. Ich dachte, dass es Zeit ist, sich mal einzulassen und ich sagte zu ihm: „Ok, also fahren wir da gemeinsam hin?“ Er, der gerade noch noch meine Hand hielt, fängt sofort an zu schwitzen und wie ein Tier, das in die Enge getrieben wird und erwidert mit weit aufgerissenen Augen, Zornesfalte auf der Stirn und schriller verärgerter Stimme, dass ich da alleine hinkommen soll. Seine Einladung hätte nicht bedeutet, dass wir das zusammendurchziehen. Bei dieser Partnermeditation würde jeder mit jedem meditieren… „Achso ne ist klar. Pull and pushaway Pschyopathenverhalten. Was ein Albtraum.“

Ich weiss, ich sollte Mitgefühl haben für ihn, da er aber weit über 30 ist, fällt es mir wirklich schwer. Ich weiss, die Angst ist durch meine Frage bei ihm  vollgefressen aus ihrem Schlaf in seinem Unterbewusstsein aufgeweckt worden. Darüber postet er auch was auf Facebook, über fear of commitment und dass er keine Connection zu Frauen hinbekommt. Jaaa. Beispiel: Auch sprang die Angst an als er unbedingt mit mir in die Sauna ausserhalb Ubuds wollte, zwei Wochen rüttelte er an mir mitzukommen. Dann als es soweit war, war er nicht bereit die 15 Kilometer nachts zusammen mit mir zurückzufahren, ich hatte nämlich Schiss, um Mitternacht als Frau alleine durch die Dunkelheit zurück zu heizen. „Ich fahre so wie ich will“, sagte er mir. „Du wirst schon alleine nach Hause finden. Aber bitte. Komm mit. Du verpasst sonst was“ ermahnte er mich. So ein Schisser. Er denkt er sei freier Cowboy, dabei lebt er im Gefängnis.

Diese Angst, vorm Alleinsein und vorm „nur“ Zuzweitsein, wird in Ubud dann nicht mit innerer Arbeit angegangen, sondern man rennt schnell zu Gruppenevents nach dem Motto „Das Leben ist ein Retreat.“ Das Ganze wird noch verstärkt durch FOMA – „Fear of missing out“ – eine gängige Krankheit gerade bei den Weltenbummlern. Es ist die Angst etwas oder wen anders zu verpassen. Die wird dann hier in Ubud mit einer Extrasession Acroyoga betäubt, obwohl man schon völlig fertig ist. Diese Yogart, wo man zu zweit oder mit mehreren akrobatische Übungen macht. Nix dagegen, ist super, aber auch hier wird das immer mehr als Spielwiese missbraucht als Ersatz für etwas, das zuhause nicht da ist. Touch and play. Noch mehr Leute kennenlernen bei der Pose wilder Vogel, der nach Panama fliegt. Zum Acroyoga bin ich nicht mehr hin, auch wenn man wollte, dass ich mitkomme. „Come on, Yvi it is so much fun!“. Puh, ich frage mich, haben die hier alle gar keine Kindheit gehabt, oder warum wird hier so wild gespielt? Dieses Tempo an Fliessbandaktivitäten macht mich schon beim Hinsehen müde. Aber es wäre eben besser, sich das alles gar nicht so genau anzukucken und zuhause zu bleiben mit einer Schachtel Müsli. Dann hätte ich aber nix zu schreiben…

Ich habe gedacht, dass ich zu oldschool bin und wollte mich deswegen ins Meer der Bewegungen stürzen. Krass aus meiner Komfortzone rausgehen und tanzen. In Ubud sagt man, dass man den Kopf beim Tanzen ausschalten muss und nur als Körper unterwegs sein darf & Herz bitte ausknipsen. Aber ich finde, wenn man doch regelmässig mit wem tanzt, und aus einer Umarmung zehn werden, die länger als zwei Minuten dauern, dass man dann nicht nur ein Körper sein kann. Der indische Yoga und Meditationsheld Sadhguru, ein weiser Mann mit Rauschebart, der hoffentlich als einer der wenigen in der Szene keinen Dreck am Stecken hat, erklärt das mit dem Körper. Unser Körper speichert alle Berührungen ab, er vergisst nie. Nicht, was gestern war und auch nicht,  was 20 Jahre zurückliegt. Unser Körper erinnert alle Berührungen und kann sie sogar Personen zuordnen. Er mahnt: „Achte darauf, von wem du dich anfassen lässt. Mit wem du dich einlässt und weiter gehst. Bekommt der Körper zu viele unterschiedliche Interaktionen, stürzt ihn das in ein Chaos“. Klickt auf seinen Namen und dann kommt ihr zu seinem Video. Das, was er erzählt, erklärt, warum viele Menschen stumpf werden und /oder randlos über die Tanzflächen und durch die Welt geistern.

Nein Danke.

Mittlerweile gibt es EcstaticContactTrantricDance in Ubud. Hier holen sich die einsamen, angsttrunkenenen Freigeister ihre abendliche Touchdosis ab. Dann fahren sie wieder nach Hause mit einem verwirrten Körper.

„Liebe suchen, jemand suchend, alles abgesucht und niemanden gesehen“ – Bosse. Oder „Liebe suchen, jemand suchend, alles abgesucht und zuviel gesehen“ – Yvi.

Meine gute Freundin Suni, die mit ihrer gut funktionierenden Familie in Ubud ist, sagt: „Yvi hör auf mit dem Zeigefinger auf diese Szene zu zeigen und geh weiter!“ Ich gehe heute Abend zum Tanzen. Nicht randlos, aber mit angeknipsten Herzen. Ich übernehme die volle Verantwortung…oder ich bleibe doch daheim, mal sehen. Mucho Love, Yvi

 

Tara: „In my second life I support women in Nepal“.

Auf meiner Reise durch Nepal traf ich Tara Timilshina. Sie hat in Pokhara, dem Städtchen am Fusse des Himalaya, Chetana – einen Laden mit wunderschönen handgemachten Taschen und Gürteln. Es ist kein normaler Laden. Chetana ist ihr zweites Leben. Sie gründete ihn nach schwerer Krankheit, die sie fast ein Jahr ans Bett fesselte. Vorher hatte sie ein gut laufendes Trekkingbusiness, jetzt widmet sie ihr komplettes Leben den Frauen ihrer Gemeinschaft. Der komplette Erlös von Chetana fliesst in den Support von Frauen und ihren Kindern. Sie bekommen Training und einen Job bei Chetana, ihre Kinder einen Internatplatz. Chetana bedeutet „Öffne deinen Geist für Bildung“. Tara selbst kommt aus einem kleinen Dorf und genoss keine Schulbildung.  In Nepal sind etwa 50% der über 14-Jährigen Analphabeten. Frauen haben geringe Bildungschancen. Lediglich ein Drittel von ihnen kann lesen und schreiben. Männer sterben in Nepal früher als Frauen, wie Taras Mann.  Sie und ihre vier Kinder, wovon eine Tochter adoptiert ist, schmeissen Laden und Leben. Und das Leben von vielen hundert anderen Frauen. Tara bietet mit Chetana Frauen die Möglichkeit unabhängig zu werden. Kennengelernt habe ich sie durch Lisa Mikosch, die in Bonn und Kathmandu lebt. Lisa supportet Tara seit Beginn der Eröffnung des Non- For- Profit Ladens. Und ihr alle könnt mithelfen als Volunteers.

 

 

I met Tara in Pokhara, a city from where many people do the Annapurna Circuit. Tara and her husband had a successful trekking business. They could make a good living with it. After getting life threatening ill, she changed her life and career. Since 10 years she supports women and their children with Chetana, a non-for-profit NGO. They learn beautiful traditional Nepali handcraft skills and do bags and belts. 280 women from villages got a training so far. Some of their children get a place at a boarding school. Chetana means „Open your mind for education“. Tara herself comes from a village and did not go to school.  50 percent of the over 14 years old in Nepal are analphabets. Only one third of the girls/women can read and write.  Tara is autodidact. She is so smart and powerful. She has 1 son and 3 daughters, one of them adopted. Tara wants to provide education for women in Nepal as much as possible. She is dedicating her complete life to this kind of support. Taras husband died, but Tara gets along with her life, because she managed to build a supportive community of women… I met her through Lisa, a friend from Germany that lives in Kathamandu and Bonn. She is supporting Tara with Chetana as well. Everybody can volunteer.

Yvi: Namaste Tara.

Tara: Namaste!

Yvi: Please tell me about the shift in your life. From just making business to giving.

Tara: I had a big trekking business. I made only for myself business. I saw I had enough for me, could build a house as a guesthouse. I became very sick and I decided I wanted to do something for women, build a woman program. I left my business and with Chetana this is a second life for me.

Yvi: What do I need to know about Chetana, it is not a normal shop where I can buy bags?

Tara: My shop is not only for buy, you are the support.

Yvi: So you don’t make a living with the shop?

Tara: No. Chetana is registered as a  non-for-profit NGO. Money goes to rent, electricity, water. And then to the support for the women and children. We don’t need to make more profit. This is non-for-profit organization.

I integrate women that have problems with family and with the caste system in Nepal. Who get no education, have husband problem, family problem with these kind of women we are working together.

Yvi: How do you get in contact with these women?

Tara: We have application for women, we announce in the local newspaper, visit villages and talk to them, give them training for 3 months. They get free skills like textile design, cotton master, sewing, weaving. After the 3 months we give them a job. They get sewing machines and then they work at their homes making the products for Chetana.  And when you buy here a bag or a blanket or a belt, the money goes directly to the women and their children and their education. We already supported 280 women like this. We sent the children to boarding school, at the moment 8 children are supported by Chetana.

Yvi:  The kids of Chetana women, they can go to a private school?

Tara: Yes. To a boarding school. I try to help them to become strong and independent.

Yvi: Seems a lot to do. How many hours do you work a week for Chetana?

Tara: Every week 40 hours or more since 10 years. It is my hobby. I like it so much!  But last year my husband died and I was not well physically. Now my daughter supports me and the shop , so at the moment I work 20 hours a week.

Taras Tochter Pabita, Taras daughter

Yvi: You make a difference for women’s life in Nepal. Tell me about the life challenges they face? 

Tara: Men and women are so much different treated in Nepal. It is mentality. Women need to give birth to sons. And I am now a single woman and they say “Oh you are without husband.” I say: „Yes and I like to empower woman.“

Yvi: You have 1 son and 3 daughters, one of them you adopted. Why?

Tara: My husband was a trekking guide, he brought me the child. She had no possibility to go to school, hardly food, her mother cannot take care of her, so I provide it for her, she lives with me now. That is karma. She is in tenth class now and is one of the best. When she finishes school, we will find a job for her. Maybe she will help with Chetana or whatever she wants to do.

Tara: You are supported by a german woman called Lisa.

Tara: Yes since 10 years. She is selling our bags in Germany, she finds sponsors for the children of Chetana women that pay the school fees.

Yvi: Thank you so much Tara, all the best to you!

Tara: Thank you, I love my job so much!

Chetana Produkte:

https://www.etsy.com/de/shop/ChetanaNepal

Chetanas Page:

http://www.weavingforlife.info/weavingforlife/history.htm

Tara und Lisa

 

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